
Wärt ihr dabei gewesen, hätte sich die Situation für euch übrigens ungefähr so angehört:
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Ich bin neulich im Dribbbble-Profil von Kevin Andersson mehr oder weniger zufällig über Illustrationen einiger Produktdesigns gestolpert, die ursprünglich von Dieter Rams stammen:
Auf der Suche nach den Originalfotos sind mir dann ein paar alte Bekannte begegnet. Dieter Rams war nämlich über 30 Jahre lang Chefdesigner bei Braun und war dort für das Design unzähliger Haushaltsgeräte verantwortlich. Auch für die Designer von Apple waren seine Arbeiten Inspiration.
Jedenfalls bin ich bei der Recherche auch auf ein Interview gestoßen, das letztes Jahr in der Online-Ausgabe der FAZ erschien. Es geht darin unter anderem um den Vergleich mit Apple und um Rams konservative Einstellung zu Design:
“Ich lege Wert auf Qualitätsarbeit am Produkt. Da geht es um Radienverläufe, da geht es um Übergänge. Alles Sachen, die man als Designer im Studium lernt, wenn man’s nicht vergisst oder fehlgeleitet wird. Und wir waren bei Braun überzeugt: Unsere Produkte sind Dinge, die die Leute brauchen und die die Lebensqualität verbessern. Wenn ich dieses Ziel vor Augen habe, schließt das doch aus, dass ich Mätzchen mache. [..] Dinge, die nicht umweltgerecht sind und die nicht in die Zeit passen. Und in die Zeit passen nicht mehr Produkte, die wir morgen wieder wegwerfen. Wir brauchen nicht viel, wir brauchen Besseres.”
Das komplette Interview gibt’s auf faz.net und ist aüßerst lesenswert. Wer darüber hinaus noch mehr über Dieter Rams wissen möchte, sollte sich auf jeden Fall seine zehn Prinzipien für gutes Design durchlesen, die heute aktueller sind als je zu vor. Unter anderem heißt es darin:
“Products fulfilling a purpose are like tools. They are neither decorative objects nor works of art. Their design should therefore be both neutral and restrained, to leave room for the user’s self-expression.”
Wer nicht so viel lesen will, findet auf der Seite immerhin einige Fotos seiner Arbeiten. Hier eine kleine Auswahl:
(Bilder: vitsoe.com)
Wer komplett auf Text verzichten will oder wer bis hier alles gelesen hat und noch mehr wissen will, kann sich das folgende Video anschauen, in dem Dieter Rams über sein Designverständnis und seine Anfänge bei Braun spricht.
Sascha hatte hier ja hier ja schon mal über Dave Devries geschrieben, der Kinderzeichnungen zu realistischeren Illustrationen ausarbeitet. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Designer Garrett Miller aus Washington mit seinem Projekt Imagineawesome. Dabei entfernt er sich mit seinen Illustrationen allerdings von den Originalzeichnungen, um zu zeigen, was die Kinder eigentlich zeigen wollten, wenn sie die handwerklichen Fähigkeiten dazu gehabt hätten:
“Kids have the ability to come up with some pretty amazing things, but not always the ability to draw exactly what they were imagining. I’m here to help make those drawings come a little bit closer to reality.”
Man kann übrigens auch eigene Zeichnungen einreichen, die dann von Dave neu illustriert werden. Ich werde jedenfalls mal schauen, ob ich zu Hause noch alte Kunstwerke von mir finde, die ich einschicken kann.
(via)
Der Illustrator Dave Devries interpretiert Kinderzeichnungen neu – und das auf herrlich schöne scheußliche Art.
“What would a child’s drawing look like if it were painted realistically?”




Das letzte Bild erinnert mich (nur ein ganz kleines bisschen) an ein Bild, das ich mit vier gemalt habe.
Falls jemand künstlerisch versiert ist (oder auch nicht): Feel free!
Ganz viele Bilder mehr von den Kids und Dave Devries (auch in Buchform) gibt’s hier.
Ganz viele Bilder mehr von mir gibt’s nicht.
(via)
Chow Hon Lam ist ein großartiger T-Shirt-Designer und Illustrator aus Malaysia. Auf flyingmouse36.com bietet er Shirts mit seinen Illustrationen an. Welche Motive gedruckt werden, entscheiden die Besucher, die über das wöchentlich wechselnde Sortiment abstimmen können.
Das sind nur ein paar meiner persönlichen Favoriten. Ich könnte wirklich noch viel mehr posten, aber am besten klickt ihr euch einfach mal selber durch die Designs. Es lohnt sich!
(via)