Archiv der Kategorie: Produktdesign

HTC One – Kleiner Erfahrungsbericht

Wer sich mit Smartphones auskennt und auf alle Funktionen großen Wert legt und tiefgefrorene Pizza nicht für eine der besten Erfindungen der letzten 50 Jahre hält, kann hier aufhören zu lesen. Das ist kein Testbericht, sondern einfach nur ein bisschen „mein Senf“ zu meinem neuen Smartphone.

Alle anderen: Ich durfte mir vor etwa zwei Wochen aus Gründen ein neues Smartphone aussuchen. (Ich würde doch niemals selbst über 600 Euro für ein Telefon ausgeben. Wie bekloppt.)
Jedenfalls: Ohne lange zu überlegen, fiel meine Wahl auf das HTC One, weil es irgendwie gut präsentiert wurde, die Werbung funktionierte in meinem Kopf und da dachte ich: Her mit dem Ding! Ich hatte vorher (ewig her) ein iPhone 2G und danach ein HTC Desire HD (was für ‚ne beschissene Kamera und außerdem war irgendwann so ‚n Sensor kaputt, der beim Telefonieren eigentlich das Display ausschaltet, so dass ich z.B. beim Bügeln meiner Unterhosen und gleichzeitigem Telefonieren mit meinen Gesichtszügen immer ungewollte Funktionen aktiviert habe. Furchtbar!). Ich hab‘ das HTC One (wieso gab’s eigentlich vorher ein X und ein S und ein U?) nun im täglichen Gebrauch und bin super zufrieden. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich wahrscheinlich nicht der typische User bin.

Bei mir sieht die tägliche Nutzung ungefähr so aus: Ein paar Mal telefonieren, einige SMS senden, bisschen was surfen, Mails gucken, ‚n paar Fotos knipsen (naja, nicht täglich), ca. ein bis zwei Stunden Musik hören und ab und an mal ein bisschen was zocken (aufm Klo). Ich erwähne das vor allem wegen der Akku-Laufzeit. Mehr dazu weiter unten.

Hier mal die Sachen, die mich an dem Teil interessieren:

Das Ding

Eins ist mal klar: Das ist ein Riesending! Und da darf man sich auch nicht vertun: Das Teil ist einfach groß. Das Desire HD, was ich vorher hatte, ist ungefähr genauso breit, aber um ein Viertel (oder so) kürzer. Wer also von ‚nem iPhone kommt, der wird sich (mal abgesehen vom Wechsel auf Android) ziemlich umstellen müssen. Es ist nicht so extrem, wie das kommende Samsung Mega Garagentor (Tipp: Rückseite gummieren lassen, hasse immer ‚ne Tischtennisplecke dabei), aber schon groß, etwa so wie das S4 von Samsung. Aber: Das Ding ist auch sehr dünn und wiegt erstaunlich wenig. Kein Brikett, merkste in der Tasche nicht. Kurz und knapp: Trotz der Größe liegt es richtig gut in der Hand. 

Das Foto passt überhaupt nicht zum Thema, aber da war gerade 14:06 Uhr.

Das Display

Ist ‚n Knaller. Super Auflösung, leuchtende Farben, sieht einfach toll aus. Ich könnte jetzt mit irgendwelchen Zahlen jonglieren, aber so was interessiert mich einen Scheiß. Mehr gibt’s dazu auch nicht zu sagen.

Das Telefon

Erstaunlicherweise kann man mit den aktuellen Smartphones auch noch telefonieren. Viele sagen, dass die Gesprächsqualität recht gut sei, ich glaube aber, dass die Gesprächsqualität allein von der jeweiligen Persönlichkeit der Teilnehmer abhängt (Spitzenwitz!). Was die Sprachqualität angeht, hängt das natürlich immer vom Anrufziel ab, aber insgesamt finde ich die ziemlich ok, vielleicht ein bisschen leise. Bestimmt kann man das irgendwo noch lauter machen, ich hab‘ aber keine Ahnung wo. Passt aber.

Dieses Foto ist auch total sinnlos, dafür aber schön unscharf.

Die Kamera

Da ich vorher mit dem Desire HD die wahrscheinlich beschissenste Smartphone-Kamera aller Zeiten hatte (ok, vielleicht gibt’s noch schlechtere), bin ich natürlich geflashed. Das sieht schon ziemlich gut aus (auf dem Display des Telefons natürlich Wahnsinn, später am Rechner dann eher so mittel.) Aber bitte: Das ist ‚ne Kamera an ‚nem Telefon! Und die HDR-Funktion ist schon großartig (hat natürlich wenig mit dem HTC One zu tun). Gegen Licht fotografieren (dafür ist das da, oder?) macht richtig was her, auch wenn’s dann großformatig einige Schwächen hat. Für mich reicht’s. Der Sinn der Zoe-Funktion erschließt sich mir irgendwie noch nicht. Vielleicht bin ich aber auch zu blöd. Oder zu ungeduldig. (Die Anleitung von dem Ding hat übrigens über 300 Seiten.) Hier jedenfalls mal einige Fotos zum Gucken. Die ersten vier zeigen den Unterschied zwischen „normal“ und HDR, dann kommt noch der schöne Rhein und ein Panorama-Foto. (Btw: Die Videos sehen auch super aus, ich hab‘ aber keine Lust, welche hochzuladen.)

Da war wirklich noch so richtig Dämmerung, also dunkel. 

Und da auch (ein paar Sekunden später). Wo das Ding das Licht her holt, ist mir ‚n Rätsel. Wahrscheinlich ist das diese Ultrapixel-Klamotte. Nicht schlecht.

Der BoomSound®

Das Ding ist brüllend laut, ohne dass das scheppert oder irgendwie scheiße klingt. Wirklich. Für ein Handy ist das ein fetter Sound. Die Frage ist nur, wofür man so was braucht. Eigentlich gibt’s dafür nur zwei Anwendungsmöglichkeiten:

  1. Den Kids in der U-Bahn von Zeit zu Zeit mit Slayers Here comes the pain zeigen, wo der Bartel den Most holt und dann sagen: „So geht das, ihr Pfeifen!“ Andererseits: Mit 41 Jahren kommt das bestimmt ziemlich albern rüber (und sonst auch). Und das Ende vom Lied: Die ganze Bahn grämt sich vor Fremdschämen. Das kann ich auch haben, wenn mir der Hosenlatz offen steht.
  2. Besagten Song als Weckerton einstellen und jeden Tag mit einer Scheißlaune aufwachen. Fragt sich nur, wo da der Unterschied zu sonst ist.

Ergo: Beides Scheißideen und das Soundgehansel entsprechend nur zum Angeben da. Der Sound, der über die Kopfhörer rauskommt, ist übrigens – nach meinem Empfinden – nicht besser als der, den ich vom Desire HD gewohnt war – also gut.

Der Akku

Ich hab‘ ja oben schon geschrieben, dass ich wohl eher nicht der typische Benutzer bin. Als ich vorher las, dass der Akku bei „normaler Nutzung“ etwa einen Tag hält, wollte ich’s erst doch nicht haben. Komischerweise reicht der Akku bei mir auch gerne mal drei Tage, was ich für vollkommen ausreichend halte. Ich muss dazu sagen, dass ich fast immer den Energiesparmodus aktiviert habe (aber auch GPS), den ich aber nur insofern bemerke, als dass das Display dunkler ist. Kann man aber immer wenn’s stört mit einem Wisch ändern.

Mit dem HTC One angeben

Forget it! Ich zitiere mal: „Wieso haste Dir kein iPhone geholt?“ Oder: „Mann, das Ding ist ja riesig. Musse jetzt immer ‚n Rucksack mitnehmen?“ Frauen beeindruckt man mit dem Telefon gar nicht. Männer nur, wenn sie sich für so ‚n Technik-Gehampel interessieren oder z. B. viele Jahre ihres Lebens im Keller wohnen mussten. Aber, wer will schon mit seinem Smartphone angeben? Und wenn doch, dann muss es wohl ein iPhone oder auch das neue, recht hübsche Blackberry (kein Scheiß!) sein.

Fazit

Nee, keinen Bock auf ‚n Fazit. Ich würd’s im Laden einfach mal in die Hand nehmen. Ich find’s toll. Übrigens: Wenn Du bis hier hin gelesen hast, dann kann ich Dich wahrscheinlich ziemlich gut leiden. Danke!

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Flamenco-Gitarre selber bauen – in 299 Stunden

Wunderschöner Clip über die Herstellung einer Flamenco-Gitarre. Erinnert mich an den Kurzfilm Birth of a book, in dem es um den traditionellen Prozess des Buchdruckens geht oder auch an den Film über den Schwertschmied Korehira Watanabe.

(via)

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Masking Tape – der feine Herr unter den Klebebändern

Das da auf dem Foto ist Papierklebeband (genauer: Japanpapier bzw. „Washi“, was so viel heißt wie Japanpapier) und das liegt hier gerade aus Gründen auf meinem Schreibtisch rum. Dieses Klebeband steigert seinen Wert nicht zuletzt auch dadurch, dass es so hübsch verpackt ist und man statt Papierklebeband Masking Tape beziehungsweise „mt“ draufgeschrieben hat. Obwohl ich privat keine Verwendung dafür hätte (ich bin definitiv der schlechteste Geschenke- oder Sonstirgendwas-Einpacker der Welt, sozusagen der Anti-Christo), lässt mich die Verpackung rufen: Shut up and take all my money! Leider sind die Dinger nicht essbar. Schade!

Übrigens: Dass das Band so toll in Szene gesetzt ist, liegt vor allem an meiner langjährigen Erfahrung als Profi-Fotograf, die ich voll in das Foto habe einfließen lassen. Hier noch ein paar weitere Beispiele an denen man meine Professionalität als Fotokünstler ablesen kann:

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Letterpress CD-Verpackung

Das in Essen ansässige Druck-Atelier Letterjazz hat für das Jazzquintett des Kontrabassisten Caspar van Meel eine CD-Verpackung im Buchdruckverfahren (Letterpress) produziert und den Entstehungsprozess in einem wunderbaren Video dokumentiert. Hrrrr, ich will das anfassen!

Mehr Buchdruck? Ok: We go together like Mentos and Diet Coke.

(via Design made in Germany)

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Do it yourself: TV-Bank aufstocken

Ich habe zu Hause schon länger die TV-Bank „Benno“ mit Rückwand, die IKEA mittlerweile aus dem Programm genommen hat. Anfangs war ich auch ganz zufrieden, allerdings passt mein Verstärker nicht in die recht niedrigen Regalfächer.

Deswegen habe ich mir eine Wandhalterung gekauft, den Fernseher damit an der Rückwand angebracht und die Anlage oben auf die Ablage gestellt. Das sah zwar mit den ganzen Kabeln nicht besonderes toll aus, war aber zweckmäßig. Da ich der Stabilität der Wandhalterung zunehmend misstraute, musste jetzt trotzdem was Neues her. Also kurz überlegt und mich dann dazu entschlossen, selbst was zu bauen:

Das benötigte Holz habe ich bei schnitt-stelle.com bestellt. Die Seite sieht zwar ziemlich gruselig aus, aber den Service kann ich uneingeschränkt empfehlen. Man kann sich dort kostenlose Holzmuster zuschicken lassen, was ich auch getan habe, um zu schauen, welche Oberfläche dem Original am nächsten kommt. Daraufhin habe ich dann die einzelnen Bretter bestellt und rund zwei Wochen später nach Hause geliefert bekommen. Die Qualität ist wirklich spitze: präzises Maß, saubere Ecken und keine Splitter o.ä. Vor allem die Kantenumleimer würde man mit normalen Bügelkanten aus dem Baumarkt niemals so hinbekommen.

Die Bretter habe ich mit normalen Holzdübeln miteinander verbunden. Durch das Gewicht des Fernsehers ist die Konstruktion in sich stabil, ohne dass ich Verschraubungen oder Winkel zur Stabilisierung hätte anbringen müssen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, der Fernseher steht jetzt wieder auf seinem Standfuß und die Anlage samt Kabelwirrwarr verschwindet unter dem neuen Aufsatz. Übrigens: Wer seine IKEA-Möbel modifizieren möchte, findet auf ikeahackers.net einige Anregungen. Vielleicht stelle ich die TV-Bank da auch noch rein.

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Revolights: LED-Fahrradbeleuchtung

Revolights ist das Projekt von drei Kaliforniern, die sich überlegt haben, wie man Fahrradbeleuchtung attraktiver gestalten kann. Auf kickstarter.com sammeln sie gerade Mittel, um Ihre Idee kommerziell umsetzen zu können. Sieht auf jeden Fall schick aus!

(via)

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Coladosenkühlschrank

Ich habe das Original mal ein bisschen modifiziert. War aber auch einfach zu naheliegend!

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Fahrrad selbst designen

Bei der schwedischen Firma „Bike by Me“ kann man sein zukünftiges Rad (Single Speed Bike), zumindest was die Farben angeht, selbst gestalten.

Wählen kann man die Farbe für den Rahmen, die Felgen, die Reifen, die Kette (!), den Sattel, die Griffe und mehr. Sieht ziemlich schick aus, allerdings kostet so ‚n Rad auch um die 649 Euro. Ist das viel? Keine Ahnung! Versandkosten gibt es anscheinend keine. Allein das Zusammenklicken der Farben macht schon richtig Spaß.

Denn mal ran ans Gestalten.

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